Donnerstag, 1. März 2007

Erfolgreich am Engadiner

Nach langen Strapazen im Ziel: die Obereggerin Jolanda Durrer.

Behindertensportler am Engadiner Skimarathon

Behindertensport. Die Behindertensportlerin Jolanda Durrer aus Oberegg hat etappenweise den Original Engadiner Skimarathon zurückgelegt.

Dass sportliche Erfolge für Menschen mit einer Behinderung möglich sind, hat Jolanda Durrer aus Oberegg erlebt. Der Behindertensportverband Plusport bietet ein breites Sportkursangebot an. Einer davon macht es möglich, den Engadiner Skimarathon zu laufen.

In fünf Etappen
Total 14 Teilnehmer mit verschiedenen Handicaps, darunter auch zwei Rollstuhlfahrerinnen in einem Schlitten, haben die Strecke von Maloja nach S-Chanf absolviert. Dass die 42 km in fünf Tagesetappen aufgeteilt wurden, tut der Leistung keinen Abbruch. Im Gegenteil, der Aufstieg zur Schanze und anschliessend die Bewältigung des Stazerwaldes mit der berüchtigten Abfahrt nach Pontresina wurde von allen gemeistert. Diese Königsetappe verlangte den Teilnehmenden und Begleitern vieles ab. Alle Sportler müssen in den schwierigen Abfahrten eins zu eins begleitet werden, was viel Konzentration und gute Technik der Begleiter voraussetzt. Mit Monika Meier aus Altstätten und Denise Strässle, Heiden, waren zwei erfahrene Langläuferinnen im Helferteam dabei.

Wenig Hilfe benötigt
Die 20-jährige Jolanda Durrer hatte technisch wenig Unterstützung nötig, sie konnte als geübte Alpinfahrerin das Skigefühl weitgehend auf ihren Skating-Langlaufskis umsetzen.
Auch bei Jolanda Durrer machte sich die Müdigkeit nach und nach bemerkbar, und sie war in S-Chanf überglücklich, das Ziel erreicht zu haben. Obwohl ihr Elternhaus gleich neben der Loipe in der Nähe vom St. Anton liegt, konnte sich die Obereggerin in diesem schneearmen Winter nicht vor der Haustüre vorbereiten. Das regelmässige Turnen im Behindertensport Vorderland hat als Basistraining aber ausgereicht.
Am Schlussabend erhielten alle ein Diplom, welches von den Teilnehmern mit Stolz in Empfang genommen wurde. Einen Marathon läuft schliesslich nicht jeder. (daw)

Mittwoch, 21. Februar 2007

Wechsel im Vorstand


Mitgliederversammlung Behindertensport, Sektion Vorderland

Behindertensport. Die 35. Mitgliederversammlung der Vorderländer Sektion (BSV) stand im Zeichen von Wahlen und Ehrungen.

Verena Geisser, Wolfhalden, folgte im Vorstand auf Jorge Beldad, Walzenhausen, und Cornelia In- auen, Walzenhausen, auf Margrit Lendenmann, Rheineck. Für 30 Jahre Mitgliedschaft wurde Konrad Thurnheer, Rheineck, ausgezeichnet.

Mit Gewinn abgeschlossen
Präsident Martin Frischknecht und TK-Präsidentin Marina Waldburger blickten im Hotel Hohe Lust, Lutzenberg, auf ein reich befrachtetes Jahresprogramm zurück und aus. Höhepunkte waren neben der Durchführung der traditionellen Velotour die Teilnahme an Schwimm- und Turnwettkämpfen, wobei verschiedene Podestplätze erkämpft wurden. Einmaliges Highlight war ein Auftritt bei der «Klangbücke» der Jugendmusik Heiden. Erfolgreich nahm die Kindergruppe erstmals am Unihockeyturnier in Walzenhausen teil. Der Anlass wird auch in diesem Jahr besucht. Erfreulicherweise wies die Kasse nach dem letztjährigen Defizit von rund 6000 Franken einen Vorschlag von 3248 Franken aus. Um weitere Passivmitglieder zu finden und damit die rund zehn traditionellen Spezialaktivitäten wie Velotour, Plusport-Tag Magglingen, Sporttag Sargans aber auch die Auftritte an der Turnerunterhaltung in Walzenhausen sowie im 2008 die Teilnahme am Kantonalen Turnfest in Herisau zu sichern, wird das Informationsblatt «Sport» Mitte März im ganzen Vorderland gestreut.

Vorstand neu besetzt
Nach rund dreissig Jahren Vorstandsarbeit trat Margrit Lendenmann, Rheineck, zurück. Sie bleibt der Sektion jedoch als Turnerin und Helferin der Montagsgruppe erhalten. Als Nachfolgerin wurde Cornelia Inauen, Leiterteammitglied Mittwochsgruppe, in den Vorstand gewählt. Das Kassieramt übernahm Verena Geisser, Wolfhalden, von Jorge Beldad, Walzenhausen. Somit sitzen im Vorstand Präsident Martin Frischknecht, Walzenhausen, Vizepräsident Albert Ebneter, Heiden, Technische Kommissions-Präsidentin Marina Waldburger, Kassierin Verena Geisser, Wolfhalden, Aktuarin Lucia Bolt, Altstätten, Anmeldewesen Catja Meo, Speicher, Anlässe Angela Böhler, Heiden, und Beisitzerin Cornelia Inauen, Walzenhausen. In der TK sind nach einer Rochade infolge Rücktritts von Silvia Sturzenegger neben Marina Waldburger und Lucia Bolt, Daniela Breu, Oberegg, Mittwochsgruppe, Claudia Niederer, Walzenhausen, Schwimmen Wettkampf, Aschi Städler, Heiden, Sport für Kinder, und Daniel Welz, Wald, Montagsruppe, vertreten. Revisoren: Silvan Wüst, Grub SG, und Heinz Brunner, Heiden.

Verstärkungen gesucht
76 Mitglieder folgten den Anträgen der Kommission einstimmig. Im Leiterteam aufgenommen wurde Gerhard Wiesendanger, Heiden. Noch werden weitere Leiterinnen und Leiter mit Grundsportkenntnissen, vor allem aber auch Helferinnen und Helfer ohne sportliche Kenntnisse gesucht. Zum Schluss folgten Ehrungen. Für dreissig Jahre Mitgliedschaft wurde Konrad Thurnheer, Rheineck, geehrt. Seit 15 Jahren trainieren Brigitte Ammann, Ursula Aepli, Claudine Frischknecht, Monika Gmür, Marianne Hedinger, Rosemarie Nänni, Heidi Rohner, Jolanda Rüegg, Erdmute Tyarks (alle Walzenhausen) sowie Robert Nänni, Wald, und Margrith Waller, Rehetobel, bei den Vorderländern, und zehn Jahre die Treue halten bereits Monika Hälg, Rorschach, Margrit Keller und Hanspeter Trümpler, Walzenhausen, sowie Leiterin Daniela Breu, Oberegg. (iks)

Donnerstag, 30. November 2006

Klaus brachte Pokal


Heiden. Klaus und Schmutzli besuchten die grosse Vorderländer Behindertensportfamilie. Sie brachten gleich auch den Pokal mit, den die Sektion bei «Spiel ohne Grenzen» in Gonten gewonnen hatte.

Einmal mehr füllte sich der Kursaal in Heiden beinahe bis auf den letzten Platz, wenn sich Aktivsportler, Funktionäre und die vielen externen Helfer, die das umfangreiche Sportprogramm gelingen lassen, sowie Gäste zum Klaushöck treffen. Nach der Eröffnung der Mittwochs-Gruppe mit der Gymnastik, die in Sargans den zweiten Platz erbracht hatte, folgte ein feines Essen, umrahmt von Silvias Musikanten aus Altstätten. Bereits wurde das Tanzbein geschwungen. Aber dann, ja dann kamen Klaus und Schmutzli mit einem dicken Buch, in dem aber vor allem von guten Resultaten und tollen Sporteinsätzen berichtet wurde. Die Gruppe «Sport für Kinder» trug dem Samichlaus gar ein Lied vor. Die zwei Besucher wurden es nicht müde, zahlreiche Sprüche und Lieder, Geschichten und auch träfe Sprüche sowie Witze abzuhören. Zur Überraschung aller zauberte der Klaus dann einen Pokal aus dem Sack, den er zur Freude aller der Sieggruppe bei «Spiel ohne Grenzen» überreichte.

Ohne Helfer keine Sondereinsätze.
Mit von der Partie waren auch «Heinzelmännchen» und «-frauchen», die den Sportbetrieb überhaupt ermöglichen. Dabei handelte es sich um Spezial-Velo-Piloten der zweitägigen Velotour ins Fürstentum Liechtenstein oder um Zeltbauer für den Jahrmarkt. Denn besonders diese zwei Grossanlässe, der eine sportlicher, der andere gesellschaftlicher Natur, wären ohne die Hilfe von aussen nicht möglich. Das KMU-Unternehmen Behindertensport Sektion Appenzeller Vorderland ist auf die Hilfe und Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen, und sie erhält die nötige Rückendeckung von aussen seit beinahe dreieinhalb Jahrzehnten. Dafür dankten im Namen aller auch Klaus und Schmutzli, Heinz Brunner und Hansjörg Hilty, die den Abend traditionell mit dem Lied «Stille Nacht» beschlossen, um die Bühne für Silvias Musikanten freizugeben. Für einmal wurde mittels intensivem Tanzen Kondition und Beweglichkeit geübt. (iks)

Samstag, 28. Oktober 2006

Leiterweiterbildung von Plusport


Plusport. Am vergangenen Samstag trafen sich Leiter des Appenzeller Plusport-Verbandes zur Weiterbildung betreffend Basketball und Wahrnehmungsstörungen.

Sportlehrer und Plusport-Ausbildner Werner Leutenegger, Uzwil, sowie Sonderpädagogin Brigitte Pastewka, St. Gallen, waren die Referenten.

Basketball: Rollen und Prellen
22 Leiterinnen und Leiter trafen sich in der Sporthalle Landhaus in Teufen. Werner Leutenegger zeigte den Aufbau bis zum Basketballspiel. Begonnen wurde dabei mit rollen, prellen, werfen als Einzel-, Paar- sowie Gruppenübung. Schliesslich folgte Angriff und Verteidigung, dazwischen jedoch immer wieder ein Gedankenaustausch betreffend den Möglichkeiten der eigenen Gruppen. Musste der eben trainierte Lernschritt nochmals unterteilt werden oder konnte ein grösserer folgen? Einmal mehr zeigte es sich, dass eine Sportstunde für eine heterogen zusammengesetzte Gruppe die grösste Herausforderung für die Leiter darstellt. So muss eine Übung für Fussgänger und auch für Rollstuhlfahrer möglich sein und die verschiedensten Stärkegruppen abdecken. Im Appenzellerland existieren nur heterogene Gruppen, weshalb diese Herausforderung in jeder Sportlektion ihre Gültigkeit hat und die Diskussion viele Möglichkeiten, das Training zu vereinfachen oder zu erschweren, eröffnete.

Diese Störungen sieht man nicht
In einen spannenden Vortrag mit Videoeinspielungen und kleinen praktischen Beispielen führte Brigitte Pastewka das Leiterteam des APV in das riesige Gebiet der Wahrnehmungsstörungen ein. Sie unterstrich, dass man Wahrnehmungsstörungen nicht sehen könne, weshalb unübliche Reaktionen meist auf Unverständnis stiessen. Menschen mit Wahrnehmungsstörungen seien nicht geistig behindert. Sie realisierten das Ziel, könnten den Weg dorthin aber nicht ausführen. Die darauf folgende Reaktion wie Aggressionen sei nicht geplant und werde schon gar nicht freiwillig ausgeführt, «es tue einfach». Nun gelte es, die Situation so zu gestalten dass «es nicht so tun müsse», auch in der Sportstunde.

Nächster Kurs folgt sogleich
Die Kursauswertung zeigte ein grosses Interesse an der Weiterverfolgung des Referates von Brigitte Pastewka. Weitere Wünsche waren unter anderem die Einführung in das Geräteturnen sowie das Sichern der Sportler am Gerät oder aber Kommunikation im Turnen und Tanz. Der zweite Kurs zum Thema «Einführung in die Erneuerungen in den Schwimmtechniken und Umsetzung von verschiedenen Trainingsmöglichkeiten» wird am 18. November im Hallenbad Speicher durchgeführt. (pd)

Samstag, 9. September 2006

Vorderländer zweimal Zweite

Bild: Isabelle Kürsteiner
Die Mittwochsgruppe der Behindertensport-Sektion Appenzeller Vorderland belegte am Sporttag von «Procap» in Sargans im Gruppenwettkampf der Leichtathletik und in der Gymnastik je den zweiten Platz. Der Sporttag wurde von Procap Sargans-Werdenberg zusammen mit der Jungen Wirtschaftskammer Sarganserland ausgerichtet. Die Vorderländer Sektion war mit 21 Aktiven verstärkt durch neun Leiterinnen und Leiter die grösste Sektion, die sich am Gymnastikwettkampf beteiligte. Den zweiten Platz errangen die einzigen Appenzeller Vertreter mit einer Vorführung mit bunten Schirmen und Tänzerinnen sowie Tänzern. Die Leitung der Delegation oblag der Technischen Leiterin Silvia Sturzenegger, Heiden, den Tanz studierte Isabelle Kürsteiner, Walzenhausen, ein. Procap Sargans-Werdenberg und der Jungen Wirtschaftskammer Sarganserland gebührt für die Idee des Wettkampfes in Zusammenarbeit ein herzliches Dankeschön, ebenso für die Bauchtaschen und die wunderschön kreierten Diplome sowie Medaillen, die abgegeben wurden. Der nächste Höhepunkt der Sektion ist die mit dem FC Heiden gemeinsam geführte Jahrmarktbeiz am Jahrmarkt in Heiden. (iks)