Dienstag, 19. August 2008

Gastrecht bei Durrers genossen


Vorderland. Die Behindertensport-Sektion Appenzeller Vorderland war kürzlich bei Toni und Therese Durrer in Oberegg zum gemütlichen Zusammensein mit sportlicher Betätigung rund um den Bauernhof eingeladen.

Die Vorderländer waren gespannt auf den Postenlauf bei Toni und Therese Durrer hoch über dem Bodensee. Trotz Regen fand das Büchsenschiessen draussen statt. Für das Pfeilwerfen mit Klebebällchen, Tennisballwerfen auf einen Sack befestigt im Schlitten, einem Kartenspiel oder aber dem Fangen von «Tennisballmäusen» hatten die Gastgeber im Trockenen, in der Scheune, Platz gemacht. In Gruppen absolvierten die Vorderländer die verschiedenen Posten, wo Geschicklichkeit, Treffsicherheit und eine ruhige Hand gefragt war.

Begonnen hatte dieser jährliche Ausflug auf den St. Anton mit dem runden Geburtstag von Tochter Jolanda. Sie lud ihren Verein, den BSV, anlässlich ihres Wiegenfestes auf den Hof zu einem Spielabend ein. Der Anlass war derart beliebt, dass sich die Eltern von Jolanda, Toni und Therese Durrer, zusammen mit ihrer Tochter Jolanda entschieden, die Vorderländer einmal jährlich zu einer Turnstunde der besonderen Art rund um den Bauernhof einzuladen. Die vergangene Turnstunde mit bester Verpflegung wurde denn auch mit grossem Applaus verdankt. (iks)

Samstag, 16. August 2008

Viele Unihockey- und Aerobictrainingsideen gesammelt


Am Samstag, 16. August 2008, bildeten sich 26 Leiterinnen und Leiter der vier Sektionen Innerrhoden, Vorder-, Mittel- und Hinterland des Appenzeller Plusport Verbandes in Teufen in Unihockey und Aerobic weiter.

Nach der Organisation des „Fit & Fun-Wettkampfes“ für Appenzeller Plusportler war die erste Leiterteamweiterbildung ein zweiter „Brocken“, den Daniela Preisig als Technische Leiterin des APV (Appenzeller Plusport Verbandes) in ihrem ersten Amtsjahr zu bewältigen hatte und sie tat dies mit Bravour. Werner Leutenegger von Plusport Schweiz vertiefte die Kenntnisse in Unihockey. Marlis Oertle, Schwellbrunn, zeigte vorerst Möglichkeiten eines Aerobictraining für den Kraftaufbau, danach ein Gleichgewichtstraining auf.

Dank an Preisig und Städler
APV-Präsidentin Isabelle Kürsteiner, Walzenhausen, nutzte die Gelegenheit des Weiterbildungskurses um den Leiterteams der vier Sektionen ganz herzlich für ihren grossen Einsatz am Kantonalen Turnfest in Herisau zu danken. Ein spezieller Dank ging an Daniela Preisig, Schwellbrunn, die den „Fit & Fun-Wettkampf“ für den Appenzeller Plusport Verband behindertengerecht umgebaut und mit ihrem Helferteam perfekt durchgeführt hatte. Der zweite besondere Dank gehörte Aschi Städler, Heiden. Er hatte die Sirtaki-Gesamtvorführung des Appenzeller Plusportes am zweiten Sonntagmittag kreiert, einstudiert und bei der Vorführung der rund 150 Appenzeller Plusportlerinnen und –sportler geleitet. Sowohl Daniela Preisig als auch Aschi Städler hatten damit dem APV eine wunderbare Gelegenheit geschaffen, sich den Turnerinnen und Turnern des ATV sowie ihren zahlreichen Gästen vorzustellen. Ein Dank galt ausserdem dem Appenzeller Turnverband, der dem Appenzeller Plusport Verband erstmals neben der Gesamtvorführung auch ein Zeitfenster für einen Wettkampf geöffnet hatte. -iks-

Dienstag, 1. Juli 2008

Vorderländer sind Festsieger am ATV-Kantonalen

Festsieger bei Fit & Fun am Kantonalen Turnfest des ATV in Herisau: Die Vorderländer in weissen T-Shirts

-iks- Einer der Höhepunkte des Sektionsjahres war die Teilnahme am Kantonalen Turnfest in Herisau. Auf dem Programm standen erstmals bei einem Kantonalen des ATV (Appenzellischer Turnverband) neben einer Verbandsgymnastik auch ein sportlicher Wettkampf. Gross war die Freude, als sich eine Gruppe der Vorderländer bei Fit & Fun den Festsieg sicherte.

Alle waren Sieger, die am Kantonalen Turnfest des Appenzeller Turnverbandes in Herisau teilnahmen. Die über fünfzig Vorderländerinnen und Vorderländer genossen die Atmosphäre und kämpften beherzt beim Fit & Fun Vierkampf um Punkte im Rugbyball über ein Seil, Unihockeyslalom, Wurf mit Ring und fangen mit einem Stab sowie Prellen, Werfen und gleichzeitigem Mattenlauf. Die Posten forderten neben einer grossen Konzentration auch Geschicklichkeit und ein sehr gutes Koordinieren von fangen, halten, werfen sowie laufen, denn die einzelnen Aufgaben konnten nur im Viererteam erfüllt werden. Die Vorderländer hatten erstmals an einem Kantonalen die Kindergruppe mit dabei, welche ebenfalls voll und ganz bei der Sache war und einen grossen Einsatz zeigte.

Sirtaki von und mit Aschi Städler
Nach dem sportlichen Mehrkampf folgte am Sonntagmittag in Herisau die Verbandsvorführung. Aschi Städler, Leiter der Vorderländer Montags- und Kindergruppe hatte für den Appenzeller Plusport Verband (APV) zu Sirtakimusik eine bezaubernde Gymnastik zusammengestellt. Inmitten der Aufführungen der Turnerinnen und Turner stellte sich der APV mit dieser wunderschönen Produktion zu südlichen Klängen vor. Die farbenfrohe Gymnastik erfreute das Publikum, grosser Applaus dankte den Einsatz. Erst nach dem Sirktaki folgte die Rangverkündigung des Mehrkampfes. Die Vorderländer konnten sich unter der Sparte Sektionswettkämpfe in die aufgerufene Turnerschar eingliedern. Es kam zum ehrwürdigen Einzug auf die Festwiese und der Goldmedaillenübergabe durch den Präsidenten des ATV, Daniel Büchel an die Vorderländer Leo Burgmeier, Rorschach, Silvia Huck, Heiden, Robert Nänny, Wald, und Leo Sagurna, Heiden.

Samstag, 19. April 2008

Seiltanz in Gonten

Das Vorderländer Behindertensport-Leiterteam bestand auf dem hohen Seil in Gonten.

-iks- Für einmal wagte sich das Leiterteam der Behindertensport Sektion Appenzeller Vorderland bei der sektionsinternen Weiterbildung in Gonten auf das hohe Seil.

Die Leiterweiterbildung und das Leiteressen der Behindertensport Sektion Appenzeller Vorderland wurden in diesem Jahr kombiniert. So traf sich das Leiterteam vorerst in Gais zu einem Gespräch, wo Zukunftsvarianten entworfen und Möglichkeiten der Leiter- sowie Helferwerbung diskutiert wurden. Einigkeit herrschte darüber, dass im Besonderen das Mittwochsgruppenleiterteam immer noch eine personelle Verstärkung benötigte. Danach ging es nach Gonten, wo im Seilpark eine Instruktion in der Handhabung der Sicherung folgte, anschliessend eine Übungsrunde für alle Seilgänger. Die am Boden gebliebenen machten einen Streifzug durch die Gegend. In der Luft waren neben Gleichgewicht im Besondern im Wald auch Mut und Vertrauen gefragt. Strahlend erreichten die Leiterinnen und Leiter nach rund zwei Stunden wieder den Ausgangspunkt. Geschafft!

Mittwoch, 28. November 2007

Ort der Begegnung


Behinderte und Nicht-Behinderte nahmen gemeinsam am Gaiser Chlausschwimmen teil.

Gais. Das 19. Gaiser Chlausschwimmen stand ganz im Zeichen der Begegnung von Schwimmern mit Behinderung sowie ihren jungen gesunden Schwimmkolleginnen und -kollegen.

Was der Schwimmclub Gais am vergangenen Sonntag bot, ist kaum zu schlagen. Beim 19. Gaiser Chlausschimmen – es steht Schwimmerinnen und Schwimmern bis 12 Jahre offen und richtet sich in besonderem Masse auch an die Dorfjugend von Gais – gab es ein Zeitfenster für einen Differenzzeit-Wettkampf der Plusport-Sportler Appenzells und Umgebung. Der Wettkampf der Jugend von Gais sowie regionaler Schwimmclubs auch aus Vorarlberg begann am vergangenen Sonntag um 10 Uhr im Hallenbad der Klinik Gais. Nach der Mittagspause erfolgten die Delphinwettbewerbe, dann das Differenzschwimmen der Plussportler aus beiden Appenzell und Uzwil.

Gerechtes Differenzschwimmen
Dabei galt es, die Strecke von 25 Metern zweimal in der möglichst gleichen Zeit zu durchschwimmen. Für die Rangierung war die Zeitdifferenz ausschlaggebend. Beim Differenz-Wettkampf hat die Behinderung keine Bedeutung, weil nicht die Geschwindigkeit zählt, sondern die Gleichmässigkeit. Somit kann auch eine Schwimmerin oder ein Schwimmer mit Mehrfachbehinderungen siegen.

Beim Gaiser Chlausschwimmen ist das Publikum jedoch immer auch Sieger, denn gerade Schwimmerinnen und Schwimmer, die für das Absolvieren der 25 Meter eine gewisse Zeit benötigen, werden immer wieder mit viel Applaus angefeuert, sodass am Sonntag alle APV-Mitglieder und auch die Behindertensportler aus Uzwil direkt ins Ziel getragen wurden – ein Erlebnis, das keine Sportlerin und kein Sportler, der jemals in Gais gestartet ist, je wieder missen möchte. In diesem Jahr siegte bei den Damen Sandra Büsser aus Uzwil mit nur einer Hundertstelsekunde vor Priska Streule, Appenzell (0,37 Sekunden Differenz) und Cendrine Moham, Mittelland (0,5). Bei den Herren gewann einmal mehr Moritz Hobi, Hinterland (0,14), gefolgt von Benedikt Meier, Innerrhoden (0,16), und Roman Hauser, Mittelland (0,26).

Jubiläen im kommenden Jahr
Im kommenden Jahr feiern gleich zwei Schwimmanlässe des Gaiser Schwimmclubs Jubiläum: Zum einen führt der Schwimmclub am 30. November das 20. Chlausschwimmen durch und zum anderen steht bereits am 24. Mai das 10. Wassermeeting auf dem Programm.

Während zum Chlausschwimmen Behindertensportler innerhalb der Kinder- und Jugendwettbewerbe eingeladen sind, ist das Wassermeeting auf Anregung von Seiten des Appenzeller Plusport-Verbandes (APV) vom Schwimmclub Gais aus der Taufe gehoben worden. Es ist bisher schweizweit der einzige Wettkampf für Schwimmer und Fussgänger mit Behinderung. (iks)