Montag, 3. April 2006

Musikalische Brücke in Heiden


«Klangbrücke» zwischen der Jugendmusik und Behindertenorganisationen

Heiden. Ein gemeinsamer Unterhaltungsabend füllte die Turnhalle Wies bis auf den letzten Platz.

Carolin Kugler-Müller

Am Samstagabend begeisterte die Jugendmusik Heiden zusammen mit der Behindertensportgruppe Vorderland, der VGB Insiéme Rorschach, der HPV Verein für regionale Behindertenhilfe, der Heilpädagogischen Schule Heerbrugg und dem Gemischten Chor «erscht Rächt» an ihrer gemeinsamen Abendunterhaltung «Klangbrücke» im Schulhaus Wies mit viel Musik und Showeinlagen ihr Publikum. Die Turnhalle war randvoll und bunt geschmückt. Das Jubiläum stand unter dem Motto der Brücke zwischen Jugendmusik-Mitgliedern und musizierenden Mitmenschen mit Behinderung, wobei es sich um ein Projekt des schweizerischen Jugendmusikverbandes handelt.
Die Jüngsten der Jugendmusik Heiden, das Nachwuchskorps, eröffneten den Unterhaltungsabend. Sie legten mit der «Sugar Creek Saga» und «Nurock» ihr ganzes Können an den Tag. Anschliessend marschierte der Nachwuchs der Tambouren ein und eröffnete mit dem Marsch «öppis zäme».

Derrick und «singin in the rain»
Musikantin und Moderatorin Marina Breu, amüsant und schlagfertig, schmunzelte nicht weniger, als beim Auftritt des Gemischten Chors «erscht Rächt» zum Song «Mini Tante fahrt im Hüehnerstall» wirklich alte Tanten einmarschierten, natürlich mit rosa Täschchen und Brille mit Vorhang. Nicht minder professionell das Talerschwinge bei «Gang rüef de Bruune» und der Tanz der «Määtle und Buebe» zu «d Appezeller sönd luschtig». Es folgte Trommelschlag der Jungtambouren: kurz, fetzig und dynamisch. Dann ein starker erster Auftritt des Korps der Jugendmusik Heiden; die über fünfzig Musikantinnen und Musikanten begeisterten mit Melodien aus alten TV-Serien, wie «Star Treck» bis «Pipi Langstrumpf». Viele der Zuschauer sangen mit, ebenso wie anschliessend zu «Singing in the Rain» das von der Behindertensportgruppe Vorderland mit vielen grossen bunten Schirmen getanzt wurde und das Publikum in die Pause entliess.
Das Saxofon-Ensemble der Jugendmusik Heiden zusammen mit über zwanzig Chormitgliedern von «erscht Rächt» boten einen schönen Auftakt nach der Pause. Alles passte bei einem weiteren Höhepunkt des Abends, der Instrumenten-Playback-Show des HPV- und VGB-Vereins. Jede Handbewegung, die Kostüme, die Choreografie und der englische Text: eine perfekte Cover-Version der Pop-Gruppen ABBA und einer Elvis-Show. Dann ging es buchstäblich Schlag auf Schlag weiter mit den Tambouren und ihrem «Quick-March».

Noch lange in den Herzen
Die Darbietung der Behindertensportgruppe Vorderland überzeugte tänzerisch wie musikalisch. Beim anschliessenden Solo von Sängerin Lian-Yi Chan aus Heiden wurde es still im Saal. Sie sang sich, unterstützt vom Korps mit «I will survive», in die Herzen genauso wie die Volkstanzgruppe der Vereine HPV und VGB am Schluss in Tracht und mit Schwiizerörgeli zu verschiedenen Tänzen wie dem «Jägermarsch». In «Hand in Hand», der ergreifenden Schlussdarbietung, schlug die Solistin Yvonne Lanz aus Appenzell mit allen Akteuren auf der Bühne eine musikalische Brücke zwischen Jugendmusikanten und musizierenden behinderten Mitmenschen, die sicher noch lange in den Herzen der Zuschauer verbleiben wird.

Samstag, 18. März 2006

15. Teilnahme am Schwimmwettkampf in Uitikon

Ruth Ebneter und Leo Sagurna waren die Besten von neun Vorderländern, die in Uitikon am Differenzschwimmen teilnahmen.  Bild: Isabelle Kürsteiner

Dritter Platz für Ruth Ebneter aus Heiden

-iks-  Beim Differenzschwimmen im zürcherischen Uitikon erreichte Ruth Ebneter von der Behindertensportsektion Appenzeller Vorderland den dritten Platz, gefolgt von Leo Sagurna aus Walzenhausen.

Die Häädlerin schwamm die zweimal 25-Meter Freistil mit der geringen Zeitdifferenz 0,22, Leo Sagurna mit 0,32 Sekunden. Gestartet waren in der Disziplin 25-Meter-Differenzschwimmen insgesamt 19 Schwimmerinnen und Schwimmer. Ziel beim Differenzschwimmen ist es, eine Strecke zweimal zeitgleich zu durchschwimmen. In Uitikon betrug die Wartezeit zwischen Lauf 1 und 2 eineinhalb Stunden. Das Differenzschwimmen bietet die Möglichkeit, dass sich Sportlerinnen und Sportler mit verschiedensten Behinderungen untereinander messen können, ohne dass in Kategorien oder Schwimmstile unterteilt werden muss. Die Vorderländer beteiligten sich zum 15. Mal in Uitikon. Gross war die Freude bei der Siegerehrung über einen weiteren Podestplatz. In der Vergangenheit hatte es ebenfalls die Vorderländerin Monika Kellenberger, Heiden, geschafft, die 25-Meter ohne jegliche Zeitdifferenz zweimal zu meistern. Jener Tagesrekord von 0,00 Sekunden Differenz Sektion konnte bisher nicht gebrochen werden, auch nicht von den anderen Schwimmgruppen. Die Schwimmgruppe trainiert unter der Leitung von Claudia Niederer, Walzenhausen, und Daniela Breu, Oberegg, jeweils 2-wöchentlich im Hotel Walzenhausen.

Sonntag, 5. März 2006

Kant. Fasnachtsball Teufen

Bild: Isabelle Kürsteiner

Appenzeller Plusport Verband

Fasnächtler und Turner bis ins hohe Alter

-iks-  Am vergangenen Sonntag hiess es Ramba zamba im Zeughaus Teufen. Heiri Erni aus Teufen bewies mit seinen achzig Jahren, dass regelmässige körperliche Betätigung im Behindertensport bis ins Alter fit hält. Der eifrige Turner und Tänzer (im Bild vorne rechts) im Musketiergewand freute sich einmal mehr, am geselligen Maskenball des Kantonalverbandes, in diesem Jahr von der Sektion Mittelland organisiert, teilnehmen zu können. „Ich turne jede Woche bei Evi Gossweiler in Niederteufen“, gab der Jubilar Auskunft. „Das Schwimmen besuche ich nicht. Aber ich liebe den alljährlichen Maskenball und verschiedene Aktivitäten in der Sektion während des Jahres.“ Sagt es und folgt der Tanzaufforderung einer Turnkollegin. Einmal mehr gelang es Präsidentin Marie-Louise Wick und ihrem Team, einen lüpfigen und fröhlichen Fasnachtshöck durchzuführen. Trotz der misslichen Wetterlage erschienen Fasnächtler aus allen Sektionen: Innerrhoden, Vorder-, Mittel- und Hinterland. Zu den fetzigen Tönen von Silvias Musikanten aus Altstätten wurde die Fitness für einmal nicht in der Turnhalle oder im Schwimmbad, sondern auf dem Tanzparkett trainiert.

Donnerstag, 23. Februar 2006

Waldburger ersetzt Steiger

Ehrungen
Die neue Aktuarin Lucia Bolt
anstelle von Marina Waldburger.
Mitgliederversammlung der Behindertensport-Sektion Vorderland

Behindertensport. Die 34. Mitgliederversammlung der Vorderländer (BSV) stand im Zeichen von Wahlen und Ehrungen. Lucia Bolt folgt im Vorstand auf Willi Steiger. Marina Waldburger übernimmt von ihm das TK-Präsidium.

Marina Waldburger übernimmt von Willi Steiger
das Präsidium der Technischen Kommission.
Nach 14 Jahren Vorstandsarbeit, zuerst als Technischer Leiter, danach als Präsident der neu gegründeten Technischen Kommission, trat Willi Steiger (Wald) zurück. Er bleibt der Sektion jedoch als Leiter erhalten. Seine Nachfolge tritt die bisherige Aktuarin Marina Waldburger (Heiden) an. Ins Aktuariat folgte Lucia Bolt (Altstätten). Somit sitzen im Vorstand Präsident Martin Frischknecht (Walzenhausen), Vizepräsident Albert Ebneter (Heiden), TK-Präsidentin Marina Waldburger, Kassier Jorge Beldad (Walzenhausen), Aktuarin Lucia Bolt, Anmeldewesen Catja Meo (Speicher), Anlässe Angela Böhler (St. Gallen) und als Beisitzerin Margrit Lendenmann (Rheineck).

Der TK gehören neben Marina Waldburger und Lucia Bolt noch Daniela Breu (Oberegg), Claudia Niederer (Walzenhausen), Aschi Städler (Heiden), Silvia Sturzenegger (Heiden) und Daniel Welz (Wald) an. Revisoren sind Silvan Wüst (Grub SG) und Heinz Brunner (Heiden).

Beliebte Aktivitäten
Präsident Martin Frischknecht lobte die gute Beteiligung an den regelmässigen Turn- und Schwimmstunden sowie an den über zwanzig Spezialanlässen des BSV. Dies bedeute, dass die Aktivitäten beliebt seien. Das umfangreiche Programm sei allerdings nur möglich dank der guten Verankerung der Sektion in der Bevölkerung. Die Unterstützung durch Passivmitglieder und Spender sei auf einem erfreulichen Niveau. Trotzdem wies die Kasse einen Rückschlag von 6057 Franken aus. Um weitere Passivmitglieder zu finden, wird das Informationsblatt «Sport» Mitte März im ganzen Vorderland gestreut. In seinem letzten Bericht als Präsident der Technischen Kommission blickte Willi Steiger auf Höhepunkte des Vereinsjahres zurück.
Die 63 Mitglieder – und 29 Gäste – folgten den Anträgen der Kommission einstimmig. Zwölf Austritten standen 13 Eintritte gegenüber, wobei das Leiterteam durch Jörg Krucker (Rorschacherberg) sowie Barbara Tobler (Schachen-Reute) verstärkt wurde. Noch werden weitere Leiterinnen und Leiter gesucht.

Langjährige Mitglieder geehrt
Zum Schluss folgten die Ehrungen. Für dreissig Jahre Mitgliedschaft wurden Ursula Bruderer (Rehetobel) und Marlies Alder (Balgach), für 25 Jahre Monika Kellenberger (Heiden) und Elisabeth Wissmann (Heiden) ausgezeichnet. Seit 15 Jahren trainieren Stefan Eugster (Grub AR), Kurt Fitzi (Walzenhausen), Kurt Friedli (Walzenhausen), Max Walker (Walzenhausen), Rolf Würmli (Rehetobel) und Roland Zürcher (Wolfhalden) beim BSV. Willi Steiger (Wald) und Heidi Kellenberger (Heiden) konnten auf 15 Jahre, Käthy Stäbler (Walzenhausen) und Dominik Bondadurer (Grub AR) auf zehn Jahre Leitertätigkeit zurückblicken. (iks)

Sonntag, 27. November 2005

17. Gaiser Chlausschwimmen


Marc Küenlin und Leo Sagurna erhielten ihre Goldmedaille von der Präsidentin des Appenzeller Plusport-Verbandes, von Marianne Benz.

Sieg für Leo Sagurna aus Walzenhausen

Einzigartig beim Chlausschwimmen in Gais ist die Integration der Schwimmclubs aus der Behindertensportszene Appenzellerland. Leo Sagurna vom Leuchen gewann zeitgleich mit Marc Küenlin, Mittelland, die Goldmedaille im 25 Meter Differenzschwimmen, das heisst, dass die 25 Meter zweimal innerhalb einer Stunde geschwommen wurden, wobei die Zeitdifferenz zwischen den beiden Läufen zur Wertung kam. Leo Sagurna schwamm die beiden Durchgänge mit der minimalen Zeitdifferenz von nur 0.04 Sekunden. Mit Matthias Frischknecht platzierte sich gar ein zweiter Walzenhauser unter den ersten Zehn. Matthias Frischknecht verzeichnete die ebenfalls sehr kleine Zeitdifferenz von 0,29 Sekunden und belegte den guten achten Platz, Ruedi Moesle erkämpfte sich mit 1,12 Sekunden Differenz den 15. Rang. Die Wettkampfschwimmerinnen und –schwimmer der Behindertensport Sektion Appenzeller Vorderland trainieren unter der Leitung von Claudia Niederer-Fader, Walzenhausen, und Daniela Breu-Bruderer, Oberegg, jeden zweiten Donnerstag im Hotel Walzenhausen.

www.behindertensport-vorderl.ch
Wer mehr über die verschiedenen Wettkämpfe und im Besonderen über die Sektion mit zwei Turn- und zwei Schwimmgruppen für Erwachsene sowie der Gruppe „Sport für Kinder“ erfahren möchte, kann sich rund um die Uhr unter www.behindertensport-vorderl.ch informieren oder am Silvester Apéro von 10-14 Uhr im Schulhaus Wies in Heiden Mitglieder und Vorstand persönlich kennen lernen. Die Zeitung der Behindertensportler „Sport“ informiert ausserdem dreimal im Jahr über die Aktivitäten der Sektion „Sport“ kann bei Präsident Martin Frischknecht, Telefon 071 888 26 39, bestellt werden. Für die Gestaltung von „Sport“ ist ebenfalls ein Walzenhauser zuständig: Bruno Tobler und gedruckt wird Sport auch in unserer Gemeinde bei Ernst Bleiker. Apropos, viele Walzenhauserinnen und Walzenhauser sind Mitglied der Sektion oder im Leiterteam aktiv. Die Vorderländer können bei ihren verschiedenen Unternehmungen immer wieder auf Walzenhauserinnen und Walzenhauser zurückgreifen, zum Beispiel auf Franz Sagurna und seinen LKW, der jedes Jahr bei der Velotour zum Einsatz kommt.

Danke Walzenhausen
Ein grosses Dankeschön geht an alle Walzenhauserinnen und Walzenhauser, die der Behindertensport Sektion Appenzeller Vorderland in der Vergangenheit geholfen haben und die in Zukunft, sei dies als Leiter, Vorstandsmitglied, Sponsor oder als Aktivmitglied und vielem mehr den Verein unterstützen werden! Die Vorderländer Behindertensportfamilie wünscht allen ein glückliches 2006, gute Gesundheit und viele schöne Erlebnisse im kommenden Jahr!