Sonntag, 28. November 2010

22. Gaiser Chlausschwimmen

Andrea Sonderegger, Monika Kellenberger und Angelika Grob freuten sich über ihre Medaillen.
Bild: Isabelle Kürsteiner


Monika Kellenberger und Emil Schlauri gewannen

Am 22. Chlausschwimmen in Gais gewannen im Differenzschwimmen der Plusportler Monika Kellenberger, Vorderland, und Emil Schlauri, Uzwil, und das Mittelland holte einen ganzen Medaillensatz.

Innerhalb der Wettkämpfe der Kinder aus der ganzen Deutschschweiz und dem angrenzenden Vorarlberg bietet der Schwimmclub Gais auch Wettkämpfe für Plusportler an. Am vergangenen Sonntag massen sich bei den Plusportlern 17 Damen und 23 Herren aus den Appenzeller Gruppen Innerrhoden, Vorder-, Mittel- und Hinterland sowie aus Uzwil im Differenzschwimmen über 25 Meter. Das bedeutete, dass die Sportlerinnen und Sportler die Bahn mit oder ohne Schwimmhilfe sowie mit oder ohne Begleitung in zwei Durchgängen absolvieren mussten. Im Differenzschwimmen ist kein Schwimmstil vorgeschrieben, gewertet wird die Differenz zwischen den zwei Läufen. Bei diesem Modus können sich gute Schwimmer bespielsweise mit Anfängern oder aber begleitete mit unbegleiteten messen, denn es geht einzig um die Differenz. Im vergangenen Jahr hatten das Mittel- und Hinterland brilliert. Die Mittelländer waren auch am Sonntag erfolgreich, ergatterten sie doch in den Disziplinen Damen und Männer einen ganzen Medaillensatz. Auch die Vorderländer errangen zwei Medaillen und die Uzwiller eine.  Bei den Damen gewann Monika Kellenberger, Vorderland, mit nur 0,12 Sekunden Differenz vor Andrea Sonderegger (0,28), Vorderland, und Angelika Grob (0,34), Mittelland. Bei den Männern obsiegte Emil Schlauri (0,18 Sek.), Uzwil, vor Roman Hauser (0,45), Mittelland, und Reto Oertli (0,46), Mittelland. Mit der Durchführung des 21. Chlausschwimmens ist des dem Gaiser Schwimmclub einmal mehr gelungen, die Plusportler gut zu integrieren, denn ihre Disziplin erfolgte nach der Delfinklasse der Kinder. So konnten die Plusportler vor grossem Publikum schwimmen, ein Erlebnis, dass sie nicht alle Tage vorfinden. Eine weitere Tradition ist den Schwimmern ebenfalls sehr liebgeworden, sie bekommen am Clahusschimmen in Gais ein Klaussäckli. In diesem Jahr was es ein prallgefüllter Sack mit vielen feinen Sachen darin. (iks)

Samstag, 18. September 2010

Fünf Medaillen für den BSV in Weinfelden

Die erfolgreiche Schwimmgruppe des BSV in Weinfelden.
Bild: Isabelle Kürsteiner


Am Differenzschwimmen in Weinfelden gewannen Reto Menzi, Heiden, Leo Sagurna, Jonas Schmid und Matthias Frischknecht, alle Walzenhausen, insgesamt fünf Medaillen.

Die Walzenhauser und Heidener räumten beim Differenzschwimmen in Weinfelden ab. Jonas Schmid gewann bei den Junioren im 25-Meter-Freistil und erreichte im 50-Meter-Freistil den zweiten Platz. Leo Sagurna und Matthias Frischknecht belegten bei den Senioren im 25-Meter-Freistil, respektive 50-Meter-Freistil den dritten Rang. Der Heidener Reto Menzi gewann im 100-Meter-Freistil bei den Senioren und holte sich auf der Strecke von 25 Metern den zweiten Rang. Für einmal gelang es den Damen nicht, eine Medaille zu erschwimmen. Sie rangierten sich im Mittelfeld. Auch die gemischte Staffel wurde von den Gegnern geschlagen. Doch nach wie vor steht bei den Vorderländern Behindertensportlern das Mittmachen an erster Stelle. Wenn das zweiwöchentliche Training im Hallenbad des Hotels Walzenhausen unter der Leitung von Claudia Niederer-Fader, Walzenhausen, dann mit Medaillen belohnt wird, ist das eine sehr gute Motivation, sich auf den nächsten Schwimmwettbewerb gut vorzubereiten. Ende November besuchen die BSV-Schwimmerinnen und Schwimmer das Klausschwimmen in Gais. (iks)

Sonntag, 12. September 2010

Inatura - getüftelt, gestaunt und genossen

Die Mitglieder der Montagsgruppe und der Kindergruppe des BSV staunten an der Inatura in Dornbirn.
Bild: Isabelle Kürsteiner


Für einmal zog es die BSV-Montagsgruppe zusammen mit der Gruppe für Kinder ins benachbarte Ausland. Sie besuchten am Sonntag die Inatura in Dornbirn.

Traditionell chauffierten Walter Müller im Car sowie Albert Ebneter im Bus die grosse Schar der Vorderländer Behindertensportler in bewährt kompetenter Weise nach Dornbirn. Die Reiseleitung oblag Vorstandsmitglied Angela Böhler-Ebneter, Heiden. Sie hatte im Restaurant der Ausstellung ein feines Mittagessen für die sechzig Sportlerinnen und Begleiter organisiert. Danach war tüfteln und ausprobieren angesagt. Da wurde die Mechanik erprobt, dort die Schwerkraft und vieles mehr. Im Besonderen faszinierten die Tiere.

Der mit dem Wolf …
Ob Wolf oder Tiger, sie alle konnten in ausgestopfter Weise gestreichelt und die eben geschlüpften Schmetterlinge sehr nahe beobachtet werden. Ein Höhepunkt für alle Teilnehmer. Nachdem die Ausstellung ausführlich besichtigt und getestet worden war, fanden sich die meisten im Aussenhof ein und genossen das schöne Wetter bei der einen oder anderen Süssigkeit. Anzugspunkte waren der Seerosenteich und die zwei Eulen. Gegen Abend machte sich die Schar wieder auf den Rückweg ins Appenzellerland.  (iks)

Mittwoch, 25. August 2010

Schaan retour mit Spezialvelos geradelt

Die Vorderländer Velotour ist einfach spitze!
Bild: Isabelle Kürsteiner

vorderland. Rund sechzig Sportler fuhren am vergangenen Wochenende Schaan retour. Eine Spitzenleistung für Rollfit-, Tandem- und Solovelofahrende. Wenn die Gesichter leuchten, ist Velotour der Behindertensportsektion Appenzeller Vorderland mit Gästen aus Innerrhoden und Rorschach angesagt. Doch damit die dreissig Sportlerinnen und Sportler wohlbehalten in Schaan und zurück in Heiden ankommen, braucht es eine stabsmässige Organisation. Dafür verantwortlich zeigen sich seit Jahren Albert Ebneter, Heiden, und Goar Gähler, Wald.

Sie inspizieren den Weg, er muss für die Rollfits genügend breit sein und darf nicht zu steil werden. Dann geht es an das Ausleihen der Gefährte. Albert Ebneter erhält dazu den Firmenbus seines Arbeitgebers Karl Streuli aus Rorschach.

Die Velotour wäre unmöglich ohne Besenwagen, weshalb seit Jahren Karl Streuli den Besenwagen chauffiert. Er transportiert die Taschen mit Ersatzkleidern und Übernachtungssachen. Ausserdem versorgt er alle Teilnehmer regelmässig mit Getränk, am vergangenen Wochenende eine äusserst wichtige Sache. Zum Dritten können sich ermüdete Sportler im Besenwagen und im PW des Filmers Christian Tüssel, Rorschach, ausruhen, Bikes oder Tandems können im Notfall gar verladen werden. Um die sechzig Bike und Spezialvelofahrer auf der Strecke von 130 Kilometern sicher über Kreuzungen zu führen, braucht es Verkehrskadetten.

Danke Widnau, Schaan, Oberriet und Heiden. Sie hatten am Samstag und Sonntag den strengsten Job. Immer wieder mussten sie die lange Kolonne überholen, vor allem am Sonntag bei Gegenwind keine leichte Aufgabe. Zuverlässig waren sie zur Stelle, um Einmündungen zu sichern, Kreuzungen oder gar ganze Kreisel zu sperren. Nur so konnten es die Vorderländer Organisatoren wagen, mit der jährlich wachsenden Gruppe unterwegs zu sein. Der Einsatz aller, dem Organisationsduo, Rollfit- und Tandempiloten, Besenwagenfahrer, Filmer, Verkehrskadetten, der medizinischen Betreuung durch MPA Corina Kellenberger, Lutzenberg, und der Verpflegungsmannschaft unter der Leitung von Ruth Ebneter, Heiden, sowie den Begleitern lohnte sich. Alle kamen glücklich und zufrieden über Gaissau nach Widnau. Dort gab es den beliebten Gipfeli-Halt in der «Backstube». Nach der wundervollen Fahrt bis Oberriet wurden die Sportler mit einem vitaminreichen Essen im katholischen Pfarreizentrum verwöhnt. Immer wieder können die Vorderländer auf die Gastfreundschaft von Kirchgemeinden und Gasthäusern zählen, in diesem Jahr waren es die Oberrieter Pfarrgemeinde, die «Backstube» in Widnau, die Jugendherberge Schaan, der Gasthof «Löwen» in Oberriet, der die Gruppe am Sonntagmittag liebevoll bediente und der Badhof in Heiden.

So konnten Albert Ebneter und Goar Gähler am Sonntag beim Bahnhof St. Margrethen, wo der treue Franz Sagurna, Walzenhausen, die Velos wie jedes Jahr in seinen Lastwagen verlud und wieder zum Ausgangspunkt Heiden transportierte, eine sehr positive Bilanz ziehen, und sie versprachen, dass die 27. Velotour Ende August 2011 stattfinden werde. Während die ersten die Tour glücklich und zufrieden, aber mit einer gesunden Müdigkeit Richtung zu Hause verliessen, fuhr die Mehrheit per Postauto nach Heiden, um im Restaurant «Badhof» ein letztes Mal innerhalb der Velotour 2010 gemütlich zusammenzusitzen und die verbrauchten Kalorien wieder zu ersetzen. Albert Ebneter und Goar Gähler wurden oft mit den Worten «im nägschte Johr chommi wiider» oder «schööööööö isch es gsii» Adieu gesagt. (iks)

Samstag, 8. Mai 2010

Rehetobel bewegte den APV


Mittels «Holzhacker» und «Füür» gratulierten die Plusportler dem ATV und verdankten damit die Einladung nach Rehetobel. Bild: pd

rehetobel. Am Samstag führten neun Dörfer die ATV-Jubiläums-Olympiade durch. Rehetobel hatte dazu den Appenzeller Plusport-Verband eingeladen.

Der Sportverein Rehetobel ist bekannt für seine initiativen Projekte. So lud er die Bevölkerung und die ganze Region nicht nur zum Verbandsgeburtstagsanlass zu den verschiedenen Plauschposten, welche in allen neun Dörfern angeboten wurden, ein, sondern organisierte zusätzlich einen ganz besonderen Wettkampf.

Regierungsrat, Sport- und Bildungsdirektor Rolf Degen absolvierte eine ausgeflaggte Strecke in knapp dreissig Minuten. Dieser bis zur Rangverkündigung geheim gehaltenen Zeit galt es am nächsten zu kommen. Ausserdem setzte Rehetobel sein soziales Engagement um und lud den Appenzeller Plusport-Verband (APV) zum Plauschwettkampf ein.

Damit auch schwerer behinderten Sportlerinnen und Sportlern die Teilnahme ermöglicht wurde, änderte das APV-Team mit Daniela Preisig, Schwellbrunn, Albert Ebneter, Heiden, und Aschi Städler, Heiden, die Posten in Zusammenarbeit mit dem Sportverein Rehetobel behindertengerecht ab. Die einzelnen Stationen wurden deshalb doppelt geführt. Die Posten des APV's deckten Frauen und Männer des Turnvereins Heiden unter der Leitung von Heidi Städler zusammen mit Leiterteammitgliedern des Vorderländer Behindertensportes ab. Insgesamt vierzig Gruppen absolvierten vom «Telifo-Killer» über «Lochball», «Trompfsteche», «Gottere Chegle», «Sackjocke» und die «Glücksrallye» bis hin zum «UBS- Goldtransport» mit viel Freude an der Bewegung alle Plauschangebote. Es wurden Handys geworfen, Pet-Flaschen mit Frisbees umgeworfen, Bälle mit dem Rucksack gefangen oder in abgeänderter Form mit einem Reifensack gefangen oder beispielsweise anstelle von Sackhüpfen in Reifen gesprungen oder durch die Reifen gegangen, je nach Möglichkeit.

Vor der Rangverkündigung (Ranglisten sind auf der Sportvereins-Homepage aufgeschaltet) dankte der Anlassverantwortliche Hans Kast Rolf Degen für seinen Einsatz beim Laufwettbewerb. Präsidentin Heidi Steiner übergab Degen ein Sportvereins-T-Shirt als Zeichen der Verbundenheit. Ein weiterer Dank galt allen Plusportlern, den Sportvereinsmitgliedern, dem Turnverein Heiden und dem Abwartehepaar. Hans Kast unterstrich, dass sich in den vergangenen 150 Jahren nicht nur die Gesellschaft stark verändert habe, auch das Turnen hätte ein anderes Gesicht bekommen. Der Aufbau der körperlichen Fitness und das Messen der Leistungsfähigkeit sei wohl ziemlich ähnlich geblieben, hingegen nehme der Sozialauftrag, den ein Verein heute leiste, einen weitaus grösseren Stellenwert als noch vor zwanzig oder dreissig Jahren ein. Dieses soziale Engagement weitete der Sportverein Rehetobel mit der Einladung des APV's weit über die Dorfgrenzen hin aus und bot dem Sportverband neben der Wettkampfmöglichkeit auch eine Plattform, mittels Gymnastik zu gratulieren. Unter der Leitung von Aschi Städler führen die Plusportler den «Holzhacker» und «Füür» auf. Damit setzte der APV einen Farbtupfer in den Geburtstagsfeierlichkeiten des Appenzellischen Turnverbandes.

«Danke Rehetobel, danke Sportverein Rehetobel! Der Sportverein Rehetobel hat uns vom APV bewegt: zum einen rein körperlich bei den Plauschwettkämpfen, zum anderen im Herzen mit der Einladung ins Vorderland. Wir gratulieren dem Appenzellischen Turnverein und freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit.» (iks)